Nutz-ATV-Reifen sind für den beruflichen, ländlichen oder landwirtschaftlichen Einsatz konzipiert. Sie wurden entwickelt, um auf verschiedensten Untergründen wie Feldwegen, Kies, feuchtem Gras, lockerem Boden oder leichten Steigungen zu bestehen.
Für den Materialtransport oder das Ziehen von Anhängern gedacht, zielen sie nicht auf sportliche Höchstleistungen ab, sondern setzen auf Robustheit, Haftung und Verschleißfestigkeit. Diese Offroad-Einsätze bedeuten hohe mechanische Belastungen.
Die Reifen von Utility-/Trail-Quads müssen verstärkt sein, um das Gewicht zu tragen, Stöße aufzunehmen und gute Traktion zu gewährleisten. Sind sie nicht passend gewählt, verschleißen sie schnell, rutschen leicht durch, verringern die Hangstabilität und gefährden die Sicherheit des Fahrers.
Das Profil von Utility-/Trail-Quad-Reifen besteht aus tiefen, weit auseinanderliegenden Stollen, häufig in V-Form. Dadurch bieten sie exzellenten Grip auf lockerem Untergrund (Erde, Kies, Schlamm) und leiten Schmutz sowie Schlamm gut ab.
Außerdem ist die Karkasse mit 4 bis 6 Lagen verstärkt, um Stößen, Durchstichen und Verformungen unter Last besser standzuhalten.
Die Gummimischung ist härter als bei klassischen Offroad-Reifen, was den Verschleiß reduziert. Auch die Seitenwände sind steifer, um den Belastungen im unwegsamen Gelände standzuhalten.
Top-Größen
Welcher Reifendruck für Nutzreifen?
Der ideale Reifendruck für Utility-/Trail-Quad-Reifen hängt von Bodenart, Fahrzeuggewicht und transportierter Last ab.
Im Allgemeinen wird ein Druck zwischen 0,2 und 0,5 bar empfohlen. Ein unterfüllter Reifen bietet mehr Komfort und Grip auf weichem Untergrund, verschleißt jedoch schneller. Ein überfüllter Reifen ist auf hartem Boden stabiler, erreicht aber auf nassem oder unebenem Terrain schlechtere Leistungen.
Unsere Top-Reifen
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Was ist der Unterschied zwischen einem landwirtschaftlichen Quad und einem normalen Quad?
Ein landwirtschaftliches (oder Nutz-) Quad unterscheidet sich von einem sogenannten Freizeit-Quad durch:
- Zulassung T3b bzw. Traktor: landwirtschaftliches Kennzeichen, Höchstgeschwindigkeit 60 km/h.
- Höhere Leistung & Drehmoment, kurze Übersetzung und verstärkter Antrieb zum Ziehen, Pflügen, Streuen.
- Höhere Nutzlast: Gepäckträger, Anhängelast 500–800 kg, verstärkter Rahmen, breite Niederdruckreifen.
- Profi-Ausstattung: 12-V/3-Punkt-Anschluss, Seilwinde, sperrbares Differential, Handschutz, Betriebsstundenzähler.
Das normale Quad ist auf Freizeit ausgelegt: Zulassung L7e, Geschwindigkeit > 90 km/h, geringes Gewicht, Sportfahrwerk, Straßen- oder Allroundreifen, aber geringe Anhängelast. Wählen Sie daher ein landwirtschaftliches Quad für intensive Feldarbeit und ein Freizeit-Quad für Ausflüge, Touren oder Offroad-Sport.
Kann man mit einem landwirtschaftlichen Quad auf der Straße fahren?
Ja, ein landwirtschaftliches Quad mit T3b-Zulassung (oder T1/T3 je nach Zulassung) darf auf der Straße fahren, sofern es:
- Als landwirtschaftlicher Traktor zugelassen und versichert ist.
- Mit "E"-Kennzeichnung (gelbes Kennzeichen) und werksseitiger Geschwindigkeitsbegrenzung auf max. 60 km/h ausgestattet ist.
- Den Straßenverkehrsvorschriften entspricht
- Mit Führerschein Klasse B oder Traktor (B79) gefahren wird